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Der 3. Laden in nur 6 Monaten

Manchmal kann ich es selbst kaum glauben aber tatsächlich bot sich die Gelegentheit einen 3. Laden innerhalb von 6 Monaten zu eröffnen. Und glaubt mir, so ein Laden Umzug ist schlimmer als mit seinem eigenem Hausstand umzuziehen.

Nach dem wir in unserem Pop Up Store im Dezember 3 Wochen lang testeten wie es sich anfühlt einen Laden zu haben, dauerte es nicht lange bis wir im Januar einen festen Laden gefunden hatten.

Den kennt ihr ja. Das ist unsere Boutique in der Holmpassage.

Im März kam es dazu das Vitalis und ich in Kappeln sparzieren gingen und auf einen kleine niedliche Gewerbefläche in einer Seitenstrasse stießen. 

Ich dachte mir erst mal nicht viel dabei und wir gingen weiter.

Doch nach und nach musste ich doch immer wieder an diesen kleinen niedlichen Laden denken  der sehr viel Charakter besaß. Er hatte ein großes Schaufenster, da könnte ich mich dekorativ so richtig austoben, denn das liebe ich einfach. Außerdem besaß er einen weißen Boden. Wie toll ist das denn?!

Ich hatte schon viele Illusionen in meinem Kopf und wollte dem aber noch nicht so richtig nachgeben.

Noch ein Laden? - Ich bin doch nicht größen-wahnsinnig!

Erst als ich im April in eine finanzielle enge Lage geriet, dachte ich nochmal grundsätzlich darüber nach. Was für eine gute Absicherung wenn man 2 Läden hat. Wenn es in dem einem Laden nicht so gut läuft, ist es eventuell in dem anderem ja besser?

Somit würde ich uns ja alle absichern. Denn es ist nicht immer einfach in einer Gründungsphase, in der man alles von alleine finanziert unter einem Hut zu bekommen. Schon gar nicht wenn man selbst produziert. 14 Monate saß ich an einem perfektem Businessplan und habe viele Stunden geopfert um diesen fertig zu stellen. Insgesamt 134 Stunden! Doch leider ohne Erfolg. Die meißten Banken haben mich abgewiesen.

Ich bin nun mal nicht ihre Zielgruppe:

30 Jahre alt, ein Kind das 3 Jahre alt ist. Das funktuioniert in deren Augen nicht.

Dies wurde mir tatsächlich gesagt, als ich fragte warum man mich nicht unterstützen will.

Das ist schade, denn in meinem Businessplan wollte ich eine Produktion mit Vollzeit Arbeitsplätzen ausbauen und es gibt hierfür sogar Fördergelder.

Die Ablehnungen waren jedes mal ein Schlag ins Gesicht für mich.

Und trotzdem hat es mich nie daran gehindert einfach weiter zu machen.

Dann eben ohne Fördergelder, ohne Kredit, ohne Unterstützung!

Mein Kämpfergeist wurde somit nur noch mehr ausgeprägt.

Gehalt brauche ich auch nicht. Schließlich habe ich schon seid 3 Jahren kein Gehalt und das funktioniert.

Angetrieben von  neuen Ideen der Verwirklichung und der Leidenschaft das ist besser als jede Form des Materialismus. Mein Mann hält mir da ebenfalls den Rücken frei und kümmert sich um alle privaten kosten.

Dies sehen die Banken auch nicht so gerne. Die sagen natürlich das ich ein privates Einkommen brauche. Doch wie soll das gehen, wenn eine Firma noch im Aufbau ist.

Wenn wir Umsatz haben, geht das zuerst in die Gehälter und in die Umkosten, der Rest des Geldes geht in neue Maschinen, neue Stoffe und ihr kennt mich ja genug um zu wissen das die Stoffe teure, hoch Qualitative Stoffe sind und nicht aus irgend einem Restposten. Und gerne hätten wir auch mal eine anständige Ladenkasse.  Da bleibt nichts über für mein Gehalt. Und wenn ich 1500 Euro über hätte, dann würde ich zuerst eine neue Nähmaschine kaufen und nicht mir ein Gehalt auszahlen. Denn die jetzige Industrie Nähmaschine meckert langsam bei unseren Massen rum. Die erste Industrie Nähmaschine ging schon nach 12 Monaten Nutzung aufgrund der Menge kaputt :-(

Es war also ziemlich sinnlos weiterhin am Businessplan zu schreiben.

Ich brauchte jetzt eine neue Strategie, mit der ich nicht weiter meine Zeit vergeudete.

Ein 2. Standbein also. Und dann schlug ich zu.

Im Mai 2017 eröffnete ich unsere kleine Zweigstelle in Kappeln. 2 weitere Arbeitsplätze wurden auch hier wieder geschaffen. Und ich bin sehr stolz auf meine beiden Mädels vor Ort die den kleinen Laden hegen und pflegen.

Ich habe 5 Tage inklusive Nächte damit verbracht den Laden zu gestalten. Gefühlt 1000 mal habe ich alles umgestellt, bis es meiner Vorstellung nah stand.

Übriegens jedes mal wenn ihr diesen Laden besucht und er wieder etwas anders aussieht wisst ihr das ich mal wieder da war um zu dekorieren. ;-) Ich denke immer so ein Arbeitsplatz ist wie ein 2. zu Hause. Meine beiden Mädels vor Ort sollen es schön haben damit sie sich wohl fühlen.

Im Oktober ziehen wir übriegens noch mal in Flensburg um. Da freue ich mich schon sehr drauf, denn die neue Fläche ist ein Altbau.Und Shabby chick war schon immer meine Spezialität.

Liebe Grüße

Eure Janina

 

 

 

 

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